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Drupal flexibel machen mit CCK und Views – Teil 1 – CCK

Eines der tollsten Module für Drupal ist wohl das Content Construction Kit (CCK) im Zusammenspiel mit Views. Passend für unsere Bedürfnisse können mit dem CCK wir beliebige Arten von Inhaltstypen erstellen und sogar diesen im Nachhinein noch Felder hinzufügen oder wieder entfernen. Mit Views können wir dann einen oder mehrere Inhaltstypen sichtbar machen, diese nach Typ, Autor, Datum oder was auch immer ordnen oder ungewünschte Elemente ausfiltern. Doch schauen wir uns das Ganze der Reihe nach an.

Vorarbeit

Um das folgende Tutorial auszuprobieren sind folgende Module erforderlich:

Diese entpacken wir und kopieren sie in das Verzeichnis sites/all/modules unserer Drupalinstallation, anschließend werden in der Modulverwaltung folgende Module aktiviert:

  • Content
  • Image
  • Text

Die Module Image und Text benötigen wir zum erstellen unseres Inhaltstypen.

CCK – das Content Construction Kit

Hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein mächtiges Werkzeug. Wie der Name schon sagt dient es dazu Inhalt zu erstellen, genauer gesagt Inhaltstypen. Einige dieser Inhaltstypen sind in einer Drupal-Grundinstallation bereits vorgegeben, so etwa Seite für statische Inhalte oder Story für Berichte und ähnliches. An diesen lässt sich allerdings nicht all zu viel verändern und in ebendiese Kerbe schlägt das CCK.

Neue Inhaltstypen definieren

Unter dem Menüpunkt Inhaltsverwaltung können wir unter den Eintrag Inhaltstypen – wer hätte das gedacht – neue Inhaltstypen hinzufügen. Als Beispiel wollen wir die Mitglieder einer Band vorstellen. Wir verpassen unserem neuen Typen zunächst einen Namen zur einfachen Erkennung (etwa „Bandmitglieder“) und einen zweiten (maschinenlesbaren) für die Erstellung der URLs (nehmen wir mal „bandmember“). Als Beschriftung des Titelfeldes tragen wir in diesem Fall „Name“ ein, die Beschriftung des Inhaltsfeldes lassen wir leer, um es auszublenden. Beim Arbeitsablauf setzen wir den Haken bei veröffentlicht, entfernen ihn bei auf der Startseite und deaktivieren Kommentare und Anhänge. Mit einem Klick auf Inhaltstyp speichern haben wir diesen Schritt abgeschlossen. Leider beinhaltet er erst eine Überschrift, was uns noch nicht vollständig zufriedenstellt.

Felder hinzufügen

Wir klicken also auf bearbeiten und dann auf den Tab Felder hinzufügen. Da wir sie zuvor aktiviert haben stehen uns nun die Feldtypen Text und Image zur Verfügung. Es sind dies natürlich nicht die einzig möglichen Typen, so liefert etwa das Modul MediaField die Felder Audio und Video. Für diese Demonstration ist dies aber ausreichend.
Zunächst fügen wir die gewünschten Felder ein:

  • ein Bild für eine Großaufnahme
  • eins für eine Aktivität
  • ein Textfeld, in dem das Mitglied kurz beschrieben wird

Wir fügen also 2 mal ein Feld vom Typ Image ein, verpassen ihm jeweils eine gewünschte Maximalgröße, die Felder werden als portrait bzw. activity benannt, beide werden als erforderlich markiert, nicht aber als Mehrfach-Werte. Der Titel und der Alternativtext können aktiviert werden, andernfalls wird der Dateiname verwendet.

Dann fügen wir noch ein Textfeld ein, tragen unter Bezeichnung etwa „Wissenswertes über mich“ ein. Wollen wir hier mehr als ein paar Worte eintragen, ist es empfehlenswert die Zeilenanzahl zu erhöhen, damit das Eingabefeld etwas übersichtlicher ist. Wir können auch dieses Feld erforderlich machen bzw. eine maximale Länge des Eintrages (in Buchstaben) festlegen.

Als nächstes sollten wir noch einmal auf den Tab Display fields klicken und dort einige Änderungen vornehmen. Bei den Bildfeldern wollen wir in unserm Fall vermutlich die Beschreibungen auf setzen, da sowohl das Portrait als auch das zweite Bild als solche erkennbar sein dürften. Die Ansichten können bleiben wie sie sind, alternativ können hier Vorschau und Vollansicht über ander Module eingebunden werden. Auch das Textfeld bietet uns hier einige Einstellmöglichkeiten, die wir in unserm Beispiel aber nicht benötigen.

Bevor wir schließlich loslegen sollten wir auch dem Tab Felder verwalten noch ein wenig Aufmerksamkeit schenken und die Reihenfolge nach unserem Belieben justieren. Hiermit wäre die Arbeit beendet und wir können unter Inhalt erstellen mit der Erfassung unserer Mitglieder beginnen.

Und was haben wir davon?

Die Verwendung des CCK bringt uns jetzt einige Vorteile:

  • möchten wir alle unsere Mitglieder auf einer Seite versammeln, können wir sehr einfach diesen Inhaltstyp herausfiltern, unabhängig von Autor oder Erstellungsdatum
  • jeder neu erstellte Inhalt vom Typ Bandmitglied kann trotzdem auch direkt in eine Navigation eingebunden werden
  • wollen wir nachträglich etwa bei jedem einzelnen eine Hörprobe von seinem Instrument oder ein weiteres Bild anhängen – kein Problem: wir bearbeiten den Inhaltstyp, fügen ein neues Feld hinzu und schon könnnen wir die gewünschten Dateien anhängen. Das selbe funktioniert natürlich auch umgekehrt, vielleicht wollen wir irgendwann nur noch ein Bild. Alles wird auf die Inhaltstypen automatisch angewandt, ohne dass der restliche Inhalt verloren geht.
  • Da jedes der Felder eine eigene Klasse zugeteilt bekommen hat, können wir sie sehr einfach über CSS formatieren.

Im nächsten Teil werde ich auf die Verknüpfund dieser Inhaltstypen mit dem Modul Views eingehen, wer jetzt schon mehr wissen will, dem sei diese Anleitung zum Bau einer Bildergalerie empfohlen.

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