Tipps für die Einrichtung eines WordPress-Weblog
Layout
Im Web gibt es mittlerweile zahlreiche WordPress-Themes, die kostenlos genutzt werden können. Wenn man absolut keine Erfahrung mit HTML und Grafikprogrammen besitzt, sind diese fertigen Themes eine gute Lösung. Jedoch sollte einem bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit recht groß ist, dass auch andere Blogbetreiber den gewählten Theme favorisieren.
Aus diesem Grund sollten diejenigen, die in der Lage sind Layouts selbständig umzusetzen, dies auch unbedingt tun und die zusätzliche Arbeit nicht scheuen.
WordPress Einrichtung
Die neueste WordPress-Version (en) kann unter http://wordpress.org/download/ heruntergeladen werden. Wer lieber eine deutschsprachige Version installieren möchte wird bei WordPress-Deutschland fündig.
Theming
Das eigene Theme in WordPress ist gar nicht so schwer umzusetzen, wie viele glauben. Jeder geht an diese Aufgabe etwas anders heran, doch im groben wird der Weg zu einem eigenen WordPress-Theme wie folgt aussehen:
1.) HTML und CSS anhand der grafischen Vorlage komplett statisch umsetzen. Die Bereiche Header, Footer, Content und Sidebar sollte man am Besten mit HTML-Kommentaren kennzeichnen. Diese Kennzeichnungen helfen später bei der Integration in WordPress.
2.) Verwende als Theming Grundlage das WordPress-Standardtheme. Dieses Theme ist immer auf dem neuesten Stand und bietet sich daher als Basis für das neue Theme an.
Bearbeite nicht das original Theme, sondern lege vorher eine Kopie davon an.
Bearbeite als erstes die header.php, index.php und footer.php. Diese Bereiche wurden im Vorfeld bereits im statischen HTML-Dokument gekennzeichnet, so dass es nun kein Problem sein sollte, die HTML-Bereiche in die Dateien zu übertragen. Die Vorgehensweise kann hier je nach Vorliebe unterschiedlich ausfallen.
Eine Möglichkeit ist, dass man die Inhalte der drei Dateien erstmal komplett mit den statischen, zuvor gekennzeichneten HTML-Bereichen überschreibt. Anschließend verwendet man die Original-Dateien als Referenz und überträgt sämtliche Template-Variablen und dynamische Ausgaben in die neuen Template-Dateien.
Bei der zweiten Möglichkeit, würde man die Template-Variablen in den neuen Dateien belassen und dafür das HTML drumherum mit dem eigenem HTML austauschen.
Wenn dieses Prozedere verinnerlicht ist, sollte der Rest kein großes Problem mehr darstellen. Auf die gleiche Art und Weise müssen nun die restlichen Template-Dateien (single.php, page.php, comments.php, usw.) bearbeitet werden. Ist diese Arbeit getan, dürfen sich Deine Blogleser über ein weiteres, einmaliges WordPress-Theme freuen.
Weiterführende Links:
Umfangreiche Doku zu Themes (WordPress Deutschland)
Einstellungen
Permalink – Eine der wichtigsten Einstellungen überhaupt. Hier legst Du die URL-Struktur für Deine Artikel fest.
Die Standard URL-Struktur (http://deinedomain.de/?p=123) ist weder für Leser noch für Suchmaschinen geeignet. Anhand der URL sollte man möglichst schon erkennen können, um welche Inhalte es sich auf der Zielseite handelt.
Beispiel für eine benutzerdefinierte Permalink-Struktur: /%post_id%-%postname%/ => http://deinedomain.de/64-tipps-fuer-die-einrichtung-eines-wordpress-weblog
Überlege Dir die Struktur sehr gut, sind die Beiträge erstmal bei Google & Co. im Index wird eine Änderung der Struktur aufwendig. Um dann eine 404 Meldung zu verhindern müsste man mit mod_rewrite sämtliche alte Links per 301 auf die Neuen umleiten.
gzip – Unter Einstellungen -> Lesen kann die gzip-Komprimierung aktiviert werden. Die Komprimierung der Dokumente verringert nicht nur Deinen Traffic, sondern sorgt natürlich auch für bessere Ladegeschwindigkeiten. Zu bedenken ist jedoch auch, dass die Serverlast durch die Komprimierung erhöht wird. Hier muss jeder für sich selbst abwägen, ob eine gzip-Komprimierung in Frage kommt.
Caching – Ebenfalls eine Einstellung, die sich auf die Ladegeschwindigkeit auswirkt ist das interne Caching von WordPress. Beim Software Guide findest Du eine Anleitung zur Aktivierung des Cachings. Passend zum Thema ein aktueller Artikel bei bueltge.de.
Kommentare für alle – Jeder Leser sollte die Möglichkeit besitzen ohne Registrierung Kommentare schreiben zu können.
RSS-Feed – Es gibt zahlreiche Diskussionen im Netz, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ob ein Blog-Artikel in einem RSS-Feed in kompletter Länge oder in gekürzter Form ausgegeben werden soll. Nach meinem Empfinden ist die Mehrzahl der Blogger für eine ungekürzte Version. Der Vorteil liegt hier beim Leser, der die Artikel komplett in seinem Reader lesen kann und nicht extra das Weblog besuchen muss.
Aber Vorsicht, bei der ungekürzten Ausgabe steigt auch die Gefahr des Content-Klau.
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