Fenchel
Fenchel (Foeniculum vulgare) ist Teil der Familie der Doldenblütler. Früher wurde die Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanze auch Köppernickel genannt.
Heute ist sie weltweit verbreitet. Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe von 40 cm bis 2 Meter und riecht sehr würzig. Die Stängel sind kahl und bläulich, mit den Speicherblättern bildet sie knollenähnliche Zwiebeln.
Wie schmeckt Fenchel und wofür wird er genutzt?
Die Fenchelknollen schmecken und riechen aromatisch süßlich ähnlich Anis oder Lakritz. Beim Kochen entsteht ein unangenehmer Geruch.
Fenchel wird zum Würzen von Fisch oder Meerestieren, eingelegtem Gemüse, Aufläufen oder aber auch verschiedener Geflügel- oder Fleischsorten verwendet. Er ist in italienischen Pastasaucen enthalten, man kann ihn zur Zubereitung von Sauerkraut aber ebenso zur Bereitung von Pudding nutzen.
Bei milden Gerichten ist die Gemüsepflanze eine schmackhafte Beilage. Auch kann man Fenchel in Suppen verwenden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dieses würzige Gemüse die anderen Gemüsesorten überlagert. Separat gekocht ist er jedoch ein Zusatz auf jeder Gemüseplatte.
Für die Herstellung von Spirituosen ist Fenchel ebenfalls unverzichtbar, z. B. für Absinth oder Pastis.
Die Heilpflanze
Durch die sehr gesunden Inhaltstoffe wie Calcium, Magnesium, Vitamin C oder Kalium, wird Fenchel heute häufig als Kräuter- und Heilpflanze verwendet. Bekannt ist hier vor allem der Fenchel-Kümmel-Tee. Er wird für Kleinkinder bei Magenbeschwerden und Blähungen genutzt. Auch Erwachsene erreichen mit den im Fenchel enthaltenen Ölen eine Linderung bei Reizungen im Verdauungstrakt. Bei Erkältungen wirkt Fenchel abschwellend. Die höchste Wirksamkeit hat ein frischer Tee aus den Samen der Pflanze.
Einkauf und Verarbeitung
Da Fenchel in Deutschland im Sommer wächst, kauft man ihn am Günstigsten im Herbst beim Gemüsehändler ein. Man unterscheidet den milderen Garten- und den schärferen Pfefferfenchel.
Die Knolle des Fenchels muss vor der Zubereitung gut gereinigt werden, da sie oft stark versandet. Wurzelansatz und beschädigte trockene Blätter entfernen. Von der Schnittstelle nach oben werden anschließend die Fäden abgezogen. Das an der Knolle befindliche Grün kann weiterverarbeitet werden.
In Suppen gibt man die härtere Außenschale. Ansonsten kann Fenchel roh mit Tomaten oder Obst serviert werden. Tomaten verringern dabei den Anisgeschmack. Am Häufigsten wird Fenchel allerdings in Salzwasser gekocht oder gedünstet.
Die Knolle kann für zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Ist sie zu alt, wird sie trocken und holzig.
Nährstoffangaben
Fenchel enthält 98 kJ Energie, dabei 2,8 g verwertbare Kohlenhydrate, 2,4 g Protein, 4,2 g Ballaststoffe, Vitamin A, Eisen und nur 0,3 g Fett.
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