Indischer Schmuck zum Überleben





Bei den Menschen in Indien ist der Schmuck eine Wertanlage und wichtig zum Überleben. Der indische Schmuck hat demnach nicht nur eine traditionelle, religiöse oder gesundheitliche Bedeutung, denn auch der Wert Edelmetalls, welches verwendet wird, ist sehr wichtig für die Inder. Für den indischen Schmuck wird häufig Gold, Platin, Silber oder Palladium verwendet.

Bedeutung von indischem Schmuck in Indien

Heiratet eine indische Frau, bekommt sie Schmuck als Aussteuer geschenkt und kann mit der Menge und dem Wert ihre Position in der Familie bestimmen. Reicht das vorhandene Geld nicht mehr aus oder stirbt der Mann und das Geld bleibt aus, kann die Frau den Schmuck verkaufen.

Der Wert des edlen Schmucks ist allerdings unterschiedlich und bestimmt sich nach der Art des verwendeten Edelmetalls. Echter indischer Schmuck kann an einer Zahl, welche eingeprägt ist und den Goldanteil angibt, erkannt werden. So haben beispielsweise goldene Ringe oder Ketten die Prägung 585 und ein Silberstück 925.

Der Geldwert des indischen Schmucks wird durch das Gewicht und den Reinheitsgrad bestimmt.

Die Reinheitsgrade des indischen Schmucks

Pures Gold hat einen Reinheitsgrad von 24 Karat, welches als 999er Gold angegeben ist. Wird bei einem Schmuckstück die Prägung 750 eingeprägt, handelt es sich um einen 18 karatigen Reinheitsgrad, bei einer 585 Prägung beträgt dieser 14 Karat und eine 333er Prägung 8 Karat.

Die Herstellungskosten des indischen Schmucks sind sehr niedrig und haben daher oftmals einen sehr hohen Anteil von Gold. Wird der Schmuck verkauft, errechnet sich der Wert immer nach dem so genannten „tagesaktuellen Goldpreis“. Daher wird auch weniger auf das Schmuckstück selbst wert gelegt, sondern fällt immer auf das Gold, welches im Schmuck enthalten ist.

Händler orientieren sich am Goldkurs

Verkaufen Händler indischen Schmuck, achten diese sehr genau auf die aktuellen Kurse des Goldes. Denn ist dieser sehr hoch, nehmen sie ihre Waren aus dem Sortiment und verkaufen diese. Der Grund liegt darin, dass dadurch mehr Gewinn gemacht werden kann, als wenn der Schmuck an einfache Kunden verkauft wird. Sie errechnen sich dabei den Wert, den sie für den Goldanteil bekommen, und berechnen gleichzeitig die entstehende Differenz zum Wert, wenn sie den indischen Schmuck als solchen auch verkaufen würden.





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