Metaprogramme





Was zunächst anmutet wie ein Begriff aus der Computerbranche, betrifft tatsächlich uns Menschen. Erst seit wenigen Jahrzehnten sind Metapgramme überhaupt bekannt.  Doch was sind Metaprogramme? Wozu sind sie gut und verfügt jeder über bestimmte Metaprogramme?

Die Entdeckung der Metaprogramme

Metaprogramme bei Computern haben mit Menschen auf jeden Fall eines gemeinsam: Sie sind die Grundlage, auf deren Basis wir funktionieren. Aus unseren Metaprogrammen erstellen Mentalisten unser Persönlichkeitsprofil im Rahmen der so genannten Metaprofilanalyse.

Carl Gustav Jung bediente sich in seinem Werk “Psychologische Typen” erstmals des Begriffs und entwickelte eine Klassifizierung, die später ausgebaut und weiterentwickelt wurde. Unsere Metaprogramme sind einer der Filter zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein. Sie entscheiden nicht, welche Informationen gut oder schlecht sind, sondern nur, ob diese unser Bewusstsein erreichen.

Die Metaprogramme und die einzelnen Persönlichkeitstypen unterliegen auch absolut keiner Wertung. Keines dieser Programme ist schlechter als das andere. Wir wenden sie jedoch unbewusst an. Wenn wir sie in unser Bewusstsein holen können, wissen wir zunächst, wie wir ticken. Später zeigt dann die Erfahrung, dass das auch beim Gegenüber mit dem Einschätzen gut klappt.

Wozu brauchen wir Metaprogramme?

Die Kenntnis der Metaprogramme sagt aus, wie wir eine andere Person motivieren können. Auch die Art und Weise der Kommunikation richtet sich u. a. nach unseren Metaprogrammen, wobei hier noch mehrere Faktoren wichtig sind. So bestimmen Körpersignale, Mimik und Gestik als nonverbale Komponenten unsere Kommunikation.

Wir sollten aber auch genau darauf achten, wie unser Gegenüber etwas sagt. Spricht er sehr monoton und leise oder emotional? Welche Worte verwendet er? Das können wir beim aktiven Zuhören üben und trainieren. Mit Hilfe der Kenntnis der Metaprogramme laufen z. B. Verkaufsgespräche, Konferenzen und alle anderen zwischenmenschlichen Gespräche erfolgreicher für den, der sein Gegenüber einzuschätzen vermag.

Zu sagen ist dazu noch, dass wir je nach Situation auf das eine oder andere Metaprogramm zugreifen. Das hängt von unseren Erfahrungen ab. Mancher ist privat völlig im “Wir” Zuhause, während er auf Arbeit der geborene Einzelkämpfer ist, der mit viel Einsatz seine Ziele erreicht oder seine Meinung durchsetzt.

Welche Metaprogramme gibt es?

Es handelt sich nur um eine kleine Auswahl möglicher Metaprogramme. Aus den ursprünglich 9 Grund-Typen wurden weitere Feinabstufungen. Inzwischen sind über 60 Metaprogramme bekannt und an einigen wird noch geforscht.

Zum Abschluss eine kleine Auswahl unserer Metaprogramme, die ich aus der Quelle NLPedia entnommen habe:

Metaprogramme

Name

Erklärung

Frage

Motivation: Hin zu – weg von Es gibt Menschen, die dadurch motiviert werden, dass sie sich zu etwas hingezogen fühlen – das sind die Macher. Und andere, die lieber jede unangenehme Erfahrung vermeiden wollen. Zieht es Dich zu etwas Positivem hin oder willst Du etwas vermeiden?
Bezugsrahmen: Intern – Extern Wie bildest Du Deine Urteile? Lässt du dich von der Meinung anderer beeinflussen oder entscheidest du unabhängig von anderen und dem, was sie denken könnten? Machst Du Deine Entscheidungen davon abhängig, wie Du die Dinge siehst oder was andere denken (könnten)?
Menschen – Dinge Der Fokus kann auf Personen oder auf Sachen gerichtet sein. Achtest Du eher auf Menschen (weil sie spannend sind) oder auf Dinge (vielleicht weil Dir Menschen unberechenbar erscheinen)?
Proaktiv – Reaktiv – Inaktiv . Handelst Du von Dir aus oder reagierst Du oder bist Du eher der Typ der die Dinge aussitzt?
Gleichheit – Unterschied Bei vergleichbaren Dingen liegt der Fokus auf den Gemeinsamkeiten oder auf den Unterschieden. Achtest Du auf das, was Du mit jemandem gemeinsam hast oder auf eure Unterschiede?
Möglichkeit – Notwendigkeit . Achtest Du auf Möglichkeiten und siehst, was geht oder fühlst Du Dich verpflichtet?
Global – Spezifisch/Detail . Willst Du Überblick oder es ganz genau wissen?
Chancen – Risiken . Achtest Du eher auf Möglichkeiten oder Gefahren?
Zeiterleben: In Time – Through time Manche Menschen leben mehr in der Gegenwart, andere in der Vergangenheit oder Zukunft.

Die Timeline mancher Menschen geht durch sie selbst hindurch, sie befinden sozusagen in der Zeit. Bei anderen Menschen verläuft sie am Körper vorbei.

Lebst Du in der Zeit (assoziiert) = Gegenwart oder außerhalb (dissoziiert) = Vergangenheit/Zukunft?
Zeitorientierung: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Zeitlos . Ist Dir ein Zeitaspekt wichtiger als die anderen und wenn ja welcher?
Primärinteressen: Menschen, Ort, Aktivität, Dinge, Informationen . Worauf fokussierst Du? Ist ein gutes Restaurant eines, in dem interessante Menschen sind oder ist es an einem besonderen Ort, oder wird dort nebenbei etwas aufgeführt oder kann man dort gut essen oder erfährt man dort Neues?
Selbst – Andere: Ich – Du – Wir . Worum geht es Dir? Um Dich – um andere – um uns?
dissoziiert (denkend) – assoziiert (fühlend) . Bist Du eher ein Denker/Außenstehender oder ein “Fühler”/Beteiligter?
beurteilend – wahrnehmend . Sind die Dinge “gut” oder “schlecht”, “falsch” oder “richtig” oder eben so, wie sie sind?
Perfektion – Optimierung Manche Menschen wollen immer perfekt sein, andere streben ein optimales Verhältnis von Ergebnis/Aufwand an. Manche wollen gleich ein perfektes Ergebnis, egal wie hoch der Aufwand ist. Andere wollen Stück für Stück Perfektion erreichen. Und wieder anderen reicht der erste Schritt, die Grundlage. Wann ist etwas für Dich fertig?

Wie gut muss das Ergebnis sein?

Und gibt es Zwischenschritte?

Vollendung: Anfang – Mitte – Abschluß . Bist Du eher jemand, der gern Neues beginnt oder einer, der in laufende Projekte einsteigt oder eher der, der die Dinge zu Ende bringt?
Vollständigkeit . Wie viele Informationen brauchst Du, bis Du eine (wichtige) Entscheidung treffen kannst?
Träumer – Realist – Kritiker Der Fokus kann auf eigenen oder fremden Ideen liegen, auf der Umsetzung dieser Ideen oder auf den Problemen, die bei der Umsetzung oder danach vielleicht entstehen können.

Der Problemdenker ist hier wieder der “Schmerzvermeidungstyp”.

Liegt Dein Fokus auf dem, was sein könnte, darauf es umzusetzten oder achtest Du auf das, was schiefgehen könnte?
ernst – spielerisch . Bist Du eher ernst oder gehst Du das Leben spielerisch an?
strukturiert – unstrukturiert/chaotisch . Bist Du eher strukturiert oder chaotisch?
Diskussion (bekannt & falsch) – Dialog (neu & gut) . Bist Du mehr der “kenn ich alles schon”-Typ oder eher der etwas leichtgläubigere begeisterungsfähige Typ?
Herausforderung / Leichtigkeit . Heißt Wachstum für Dich, dass es schwer geht und Du Dich anstrengen musst oder ist es fun?
Reaktion auf Stress: Emotional – Flexibel – Kognitiv Beschreibe eine Aufgabe, bei der es Schwierigkeiten gab.
Regelstruktur:

Meine/Meine
Meine/-
Keine/Meine
Meine/Deine

Welche Regeln gelten in Bezug auf mich und andere:
Meine/Meine: Meine Regeln gelten für mich und meine Regeln gelten für dich
Meine/-: Meine Regeln gelten für mich und um deine Regeln kümmere ich mich nicht.
Keine/Meine: Ich haben keine Richtlinien oder sie sind mir nicht bewusst, aber du bist ohne weiteres bereit anderen Regeln weiterzugeben
Meine/Deine: du gehst davon aus, dass du und jeder andere seine unabhängigen Regeln hat. Du gehst von einer “Jedem das Seine”-Perspektive aus.
Wie kannst du deinen Erfolg verbessern und wie kann jemand anders seinen Erfolg verbessern? Je nachdem wie du die erste und die 2. Frage beantwortest bzw. nicht beantwortest kannst du erkenne welches Muster vorliegt.
Convincer-Kanal:

Sehen
Hören
Lesen
Tun

Sehen: muss Beweise sehen
Hören: muss etwas hören
Lesen: muss etwas lesen
Tun: muss etwas tun
Woran erkennst du dass jemand anderer seine Arbeit gut macht?
Convincer-Modus:

Mehrere Beispiele
Automatisch
Konsistent
Zeit

Mehrere Beispiele: Dieser Typ braucht mehrere Beispiele für seine Überzeugung.
Automatisch: Braucht für seine Überzeugung nur wenige Informationen
Konsistent: Ist sowieso nie völlig überzeugt
Zeit: Der Sammler muss eine bestimmte Zeit Informationen sammeln, bevor er überzeugt ist. (eine Nacht drüber schlafen, noch genauer informieren usw.)
Wie oft muss etwas geschehen bis du überzeugt bist?
geplant – spontan Manche Menschen handeln vorwiegend spontan, andere verwenden sehr viel Zeit für die Planung ihres Lebens. Kaufst Du spontan, was Dich gerade interessiert oder wieweit planst Du Deine Einkäufe vorab mit Listen? Richtest Du Deine Freizeitaktivitäten -spontan- nach dem Wetter oder bestimmt das Wetter Deine Kleidung – weil Du an Deinem Freizeitplan festhälst?




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