Sehhilfen





Wer Sehhilfen benötigt, kann zwischen Brille und Kontaktlinsen wählen. Für eine Weile schien es, als würden die Kontaktlinsen ihren eroberten Platz behaupten bzw. weiterhin auf dem Vormarsch bleiben. Seit einiger Zeit allerdings ist zu beobachten, dass wieder verstärkt zur Brille gegriffen wird. Und zwar wird sie nicht nur als tatsächliche Hilfe zur Unterstützung der Sehstärke eingesetzt, sondern dient häufig als modisches Accessoire.

Kontaktlinsen oder Brille?

Bei den Sehhilfen liegen die Kontaktlinsen gegenüber der Brille teilweise vorn. Der oftmals entscheidende Vorteil gegenüber der Brille ist, dass sie für die Mitmenschen nicht sichtbar sind. Ein Argument der Kontaktlinsenträger ist beispielsweise, sie hätten kein „Brillengesicht“. So stellt die Kontaktlinse für sie das ideale Hilfsmittel dar. Sie korrigiert den Sehfehler, ohne dass sie von anderen gesehen wird.

Allerdings jedoch erfordert die Kontaktlinse einen hohen Pflegeaufwand. Sie wird in speziellen Dosen aufbewahrt, die mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden. Zudem schreckt so mancher Brillenträger vor dem morgendlichen Einsetzen und dem abendlichen Herausnehmen zurück.

Mut zur Brille

Die Entscheidung für die Brille erfolgt heute ganz bewusst. Es gibt Menschen, die gar keine Sehhilfe benötigen, sie aber als derart schick empfinden, dass sie sich selbige mit Fensterglas ausstatten lassen und als Accessoire tragen.

Auch für Menschen, die eine Sehhilfe benötigen, stellt sie zunehmend ein modisches Accessoire dar. Ich selbst beispielsweise trage meine Brille immer, außer beim Schlafen. So besitze ich mehrere Brillen – nicht nur, weil ich eine zweite zur Sicherheit möchte. Meine Brille ist einfach wichtig für mich.

So kann auch passend zu den verschiedenen Outfits die passende Brille gewählt werden. Ich habe die Wahl zwischen Sportbrillen, eher schlichteren Brillen für den ganz normalen Tag, schickeren Brillen für die Arbeit und ausgefalleneren Brillen für besondere Anlässe.

Und dennoch fehlen mir wohl einige Exemplare, um mich mit Elton John, der vermutlich den Sehhilfen-Rekord hält, messen zu können. Ohnehin weiß wohl niemand so genau, wie viele er tatsächlich besitzt. Auch Anastacia steht zu ihrem Nasenfahrrad. Wobei wahrscheinlich die Vorliebe von Kindern für schwarze kreisrunde Nickelmodelle eher auf Vorbilder wie Harry Potter zurückzuführen ist.

Fakt ist, eine Brille tragen zu „müssen“, ist heute keine Qual mehr. Denn selbst im Sommer entscheiden sich viele nicht sehbehinderte Menschen für eine Brille. Und dabei spielt der Schutz der Augen nicht einmal die ausschlaggebende Rolle. Nein, es ist einfach schick und cool, eine Sonnenbrille zu tragen. Der nette „Nebeneffekt“ dabei ist, dass sie natürlich die Augen schützt.

Als äußerst praktische Variante gibt es übrigens die etwas luxuriösen Modelle, die die Tönung im normalen Glas gleich integriert haben, sodass man zwischen Lese- und Sonnenbrille nicht einmal mehr wechseln muss. Bei den Sehhilfen geht der Trend also inzwischen wieder deutlich zur Brille.





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