Baumaterial





Für den Hausbau wird einiges an Baumaterial benötigt. Doch oft werden Bauherren mit Begriffen konfrontiert, mit denen sie nichts anfangen können. Betonsturz, Leichtbeton oder Stahlbeton – was ist das eigentlich? Wir erklären hier kurz diese Begriffe.

Betonsturz

Wenn der Rohbau erstellt wird, sind Fenster und Türöffnungen zu berücksichtigen. Diese müssen überdeckt werden. Sind die Abstände länger als zwei Meter, so wird die Öffnung überdeckt, indem man eine Schalung verwendet und den Hohlraum mit Beton ausgießt. Einfacher, günstiger und schneller geht das Überdecken einer Öffnung im Mauerwerk mit einem Betonsturz, der als fertiges Bauteil gekauft werden kann.

Baumaterial

Baumaterial

Für Fenster gibt es vorgefertigte Betonstürze von 70 x 200 cm. Man kann aber den Betonsturz auch passend zurechtschneiden für alle möglichen Fenster- oder Türmaße. Dazu wird häufig ein Trennschneider verwendet.

Auf beiden Seiten muss ein Betonsturz ins Mörtelbett gelegt werden. Dabei wird er leicht festgedrückt. Kurze Zeit später zieht der Mörtel an und der eingebaute Fertigsturz kann eingemauert und übermauert werden. Dadurch kann die Arbeit des Maurers ungehindert fortgesetzt werden. Die beiden Seiten, auf denen Betonstürze aufgelegt werden, nennt man auch Auflager. Als Standardmaße für Betonstürze gelten 11,5, 17,5 oder 24er, man erhält diese bei jedem Baustoffhändler, der sie meist im Lager hat.

Leichtbeton

Leichtbeton wird eingesetzt, wenn leichte Bauteile mit einer hohen Standfestigkeit benötigt werden. Dabei wiegt Leichtbeton sehr viel weniger als Normal- und Schwerbeton. Er besitzt ein maximales Raumgewicht von höchstens 2000 Kilogramm je Kubikmeter. Dies liegt daran, dass er aus bestimmten Zuschlagstoffen besteht, die auch seine geringe Dichte beeinflussen. Man unterscheidet zwischen porigem und geschlossenem Gefüge. Durch den Zusatz von Hochofenschlacken, Blähton, Naturbims, Hüttenbims und ähnlichen Stoffen entsteht das porige (haufenporige) Gefüge. Für tragende Bauteile wird jedoch Leichtbeton mit geschlossenem Gefüge verwendet. Je nachdem, welche Zuschlagstoffe in welcher Menge verwendet werden danach richtet sich die Festigkeitsklasse des Leichtbetons.

Verglichen mit Normalbeton hat Leichtbeton eine gute Wärmedämmung, allerdings ist diese unzureichend gegenüber Ziegelmauerwerk. Nach den neuesten Richtlinien der Wärmeschutzverordnung genügt Blähton nicht mehr den Anforderungen. Leichtbeton ist gut zu be- und zu verarbeiten. Er weist auch eine gute Ökobilanz auf.

Leichtbeton verformt sich stärker als Normalbeton, da mit der Rohdichte des Materials die Elastizität abnimmt. Auch der Schallschutz ist dadurch schlechter als bei verschiedenen anderen Massivbaustoffen. Durch die Poren kann Feuchtigkeit eindringen, Bauschäden können schneller auftreten. Das ist auch der Grund, weshalb sich Leichtbeton nicht ohne weitere Maßnahmen zur Abdichtung für Außenwände eignet. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird nur sehr zögerlich wieder abgegeben. Durch die geringe Dichte sind die Tragfähigkeit und die Punktbelastung gering, weshalb schwere Elemente nicht problemlos verankert werden können.

Stahlbeton

Beim Stahlbeton handelt es sich um einen Verbundwerkstoff, der aus Beton und Stahl für die Bewehrung besteht. Mit der Bewehrung wird dem Beton zusätzliche Stabilität verliehen. Die beiden einzelnen Komponenten werden durch Verklebung mit Bindemittel (Zement) verbunden. Das Bindemittel haftet besonders gut, weil der Bewehrungsstahl gerippt ist. Beton hat zwar eine hohe Druckfestigkeit, jedoch eine sehr geringe Zugfestigkeit, die bei etwa zehn Prozent liegt.

Wirken Zugkräfte auf den Beton, so würde er einreißen. Später würde er ausbrechen, der Träger würde frei liegen und korrodieren. Eine Betonsanierung wäre dann nötig. Da der Stahl jedoch eine hohe Zugfestigkeit besitzt, werden die Bereiche des Betons bzw. des Bauteils, auf welche die Zugkräfte wirken, mit Stahl verstärkt (bewehrt). In allen anderen Bereichen, die vor allem biegebeansprucht werden, wie beispielsweise Balken, wird ausgenutzt, dass der Beton sehr druckfest ist. Bauteile, die zum größten Teil auf Druck beansprucht werden, wie beispielsweise Stützen, werden aber auch mit Stahl bewehrt, damit die Druckfestigkeit erhöht wird.





ähnliche Beiträge:
Herstellung Beton
Die Herstellung von Beton erfolgt mit einem Gemisch aus den Grundstoffen Wasser, Kiessand und Kies.

Betonsanierung
Eine Betonsanierung muss immer dann zwingend durchgeführt werden, wenn Bauwerke oder Teile des Gebäu

Beton entfernen
Will man Beton entfernen, hat man zwei Möglichkeiten. Welche zum Einsatz kommt, entscheidet sich dan



Deine Meinung ...