Das Lochspiel und das Zählspiel
Bei Golf-Wettspielen gibt es grundsätzlich zwei verschiedenen Spielformen, die eine ist das Lochspiel, die andere das Zählspiel. Von beiden Spielformen existieren zusätzlich diverse Varianten. Gezählt wird jeweils die Anzahl der Schläge vom Abschlag bis zum Versenken des Balls. Beim Lochspiel spielt man gegen einen bestimmten Spieler oder bestimmtes Team und versucht bei jedem Loch, den niedrigeren Golfscore, das heißt das niedrigere Schlagergebnis, zu erreichen. Die Runde gewinnt dann die Partei, welche die meisten Löcher gewonnen hat.
Steht es nach der Runde unentschieden, werden so lange Extralöcher gespielt, bis ein Spieler oder Team das Match gewonnen hat. Beim Zählspiel hingegen schwingt man seinen Golfschläger gegen alle anderen Wettkampf-Teilnehmer. Bewertet wird hier das Gesamt-Ergebnis, das heißt, es gewinnt der Golfer, der über die gesamte Runde den niedrigsten Golfscore erzielt hat.
Golf
Manche sprechen bei dieser Spielform auch vom Spiel gegen den Platz, weil es eben keinen direkten Gegner gibt. Sowohl für das Lochspiel, als auch für das Zählspiel gibt es zwei unterschiedliche Zählweisen: die Brutto- und die Nettobewertung. Für die Bruttobewertung ist der tatsächlich gespielte Score maßgebend, bei der Nettobewertung wird der gespielte Score dagegen an die Spielstärke des Teilnehmers angepasst. Dabei wird von der absoluten Schlagzahl jeden Spielers seine eigene Vorgabe, auch Handicap genannt, wieder abgezogen.
Dadurch soll ein Ausgleich zur unterschiedlichen Spielstärke der verschiedenen Teilnehmer geschaffen werden. Bei Turnieren wird meist die Zählspielform gewählt. In Deutschland ist dabei eine Variante, die sich Zählspiel nach Stableford nennt, weit verbreitet. Die Stableford-Wertung wird bei Wettkämpfen auch zur Berechnung des Handicaps verwendet. Bei dieser Zählspielform werden die Punkte gezählt, die bei jedem Loch im Verhältnis zum sogenannten Par erzielt werden. Das Par ist der Wert, den sehr gute Spieler brauchen, um ihre Golfbälle ins Loch zu versenken. Bei einer Schlagzahl von „zwei über Par“ oder schlechter gibt es Null Punkte. So kann immer ein Ergebnis berechnet werden, auch wenn der Ball nicht eingelocht wird. Weniger gute Spieler können dadurch den gesamten Ablauf nicht mehr unnötig lange verzögern und besonders schlecht gespielte Löcher fallen unterproportional ins Gewicht.
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