Eurotax Schwacke – unverzichtbar im Gebrauchtwagenmarkt





Die Firma Eurotax Schwacke GmbH, die als deutsche Tochterfirma zur Eurotax Glass’s-Gruppe gehört, ist Herausgeber der sogenannten Schwacke-Liste – inzwischen nahezu jedem Autofahrer ein Begriff. Der damalige Autohändler, Hanns W. Schwacke, veröffentlichte bereits 1957 die erste dieser nach ihm benannten Liste, die anfänglich lediglich eine A4-Seite umfasste. Aus dieser Liste ist nunmehr ein ganzes Taschenbuch geworden, das eine wichtige Arbeitsgrundlage sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Gebrauchtwagenhandel darstellt.

Was beinhaltet die Schwacke-Liste?

Die heutige „Schwacke“ umfasst mehr als 30.000 aufgelistete Typen von Pkws, Geländewagen und Transportern mit ihren ungefähren Restwerten bei gebrauchten Modellen. Sie beinhaltet mehr als zehn Millionen Ausstattungsmerkmale für Serien- wie auch für Sonderausstattungen.

Für die Restwertermittlung spielen Fahrzeugtyp, Baujahr, Kilometerstand und eben die Ausstattung des Fahrzeugs eine Rolle. Dabei geht es um ein mathematisch möglichst genaues Abgleichen von Angebot und Nachfrage. Spezielle Schwacke-Listen sind auch für Motorräder sowie Nutzfahrzeuge erhältlich. Bei der Vielzahl an Kfz-Modellen ist es nicht verwunderlich, dass Eurotax Schwacke die Liste in regelmäßigen, relativ kurzen Abständen aktualisieren muss.

Geschichtliches zu Eurotax Schwacke

Eurotax Schwacke
Eurotax Schwacke

Vor mehr als 50 Jahren brachte ein US-Soldat, der auf ein “Kelley Blue Book” verwies, als er seinen Chevrolet für einen Opel Kapitän in Zahlung geben wollte, Hanns W. Schwacke auf die Idee, auch deutsche Gebrauchtwagen zu Vergleichszwecken aufzulisten und damit den jeweiligen Restwert des Fahrzeugs ermitteln zu können. Schwacke gründet sein eigenes Verlagshaus und beginnt in den 60ern mit dem Ausbau des Geschäfts in Europa: In Österreich, in der Schweiz und in den Niederlanden werden Filialen gegründet, die unter dem Markennamen „Eurotax“ den dort ansässigen Autohändlern und Autoversicherern ermittelte Restwerte für gebrauchte Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Später, in den 70ern, bringt Schwacke das erste Berechnungssystem für Reparaturkosten auf den Markt. Damit können nun Fahrzeugschäden bei einer Inzahlungnahme von gebrauchten Autos berücksichtigt werden, denn das System bietet genaue Informationen zu Einzelteilpreisen sowie Lohnkosten für alle Marken und Modelle. In den 80er Jahren werden unter Verwendung der neuen Computertechnologien die inzwischen viel umfangreicheren Informationen mittels anspruchsvoller Berechnungsmethoden noch besser aufbereitet.

In den 90ern avancieren die Daten von Schwacke bzw. Eurotax nicht nur zum Industriestandard, sondern werden von den europäischen Verwaltungen auch bei den nationalen Registrierungssystemen eingesetzt. 1996 ist die erste Online-Datenbank zur Fahrzeugbewertung im Internet für jeden abrufbar.

Im Jahr 2000 schließen sich Eurotax und die britische Firma Glass’s zusammen und übernehmen die europäische Marktführerschaft im Dienstleistungs- bzw. Produktbereich der Marktdaten im Automobilbereich. Wachstumspotenzial sieht EurotaxGlass’s im weiteren Ausbau auf internationaler Ebene, um damit europaweit und darüber hinaus standardisierte Dateninformationen anzubieten.

So lebt die Eurotax Schwacke-Liste auch nach dem Tod von Hanns W. Schwacke über Grenzen hinweg weiter und ist nach wie vor hoch gepriesenes „Heiligtum“ des Gebrauchtwagenmarktes. Bevor Sie jedoch ein Auto verkaufen, überprüfen Sie bitte die Tachoeinstellung.





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