Umgang mit dementen Menschen





Der richtige Umgang mit dementen Menschen verlangt von Angehörigen und Pflegepersonal einiges ab. Wichtig ist vor allem viel Geduld, wenn aus dem liebevollen Opa oder der mütterlichen Oma ein grantiges Ekel wird, das zunächst erst einmal “nur” ungeduldig und vergesslich ist, später jedoch zusehens zum Pflegefall wird. Dies ist weder für den Betroffenen noch seine Pfleger einfach. Deshalb sollte man immer Ruhe und Freundlichkeit bewahren, auch wenn es schwer fällt.

Demenzerkrankung

Zunächst fällt Betroffenen nur auf, dass sie sich nichts merken können, die Planung einfacher Abläufe schwer fällt und sie häufig erschöpft sind. Weit über die übliche Vergesslichkeit hinaus werden Namen vergessen – später sogar manchmal der eigene. Betroffene ärgern sich darüber, sind schnell wütend oder werden depressiv. Das erschwert den Umgang mit dementen Menschen.

Die Erschöpfung ufert in eine Antriebslosigkeit aus und etwaige Sprachstörungen können sich ebenfalls verstärken. Dazu kommt, dass der Betroffene zunehmend orientierungslos wird und sich in eigentlich bekannten Wohnvierteln oder gar in der eigenen Wohnung nicht mehr richtig auskennt. Die Organisation von Feiern, Urlauben oder ähnlichem fällt den Betroffenen immer schwerer, bei der Planung wird meist die Hälfte vergessen.

Zusätzlich tritt bei den Erkrankten ein vermindertes Urteilsvermögen auf. Daneben sind es die Veränderungen in der Persönlichkeit, die vor allem den Angehörigen am meisten zu schaffen machen. Der einst gutmütige Opa entwickelt dann vielleicht eine Gereiztheit, die auf allen greifbaren Personen abgeladen wird. Im späteren Stadium werden bestimmte Personen gar nicht mehr erkannt, was für die Verwandten besonders schlimm ist.

Fortgeschrittene Demenz – Rückschritt ins Babyalter

Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf werden die Betroffenen immer unselbständiger. Sie sind nicht mehr in der Lage, ihre tägliche Morgentoilette selbst zu verrichten, urinieren und koten vielleicht ein, stellen das Sprechen ganz ein. Auch die Verrichtung einfachster Tätigkeiten im Haushalt und das Kochen sind nicht mehr möglich. Zum Schluss, wenn die Erkrankten komplett bettlägerig geworden sind, ist oft eine Fremdversorgung nötig, weil die Pflege von den Angehörigen in diesem Umfang nicht mehr geleistet werden kann. Fachpersonal übernimmt hier den richtigen Umgang mit dementen Menschen.





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